Neubau Oberschule und Dreifeld-Sporthalle

Rangsdorf, den 02.​09.​2026

Der Neubau der Oberschule und der Dreifeldsporthalle an der Straße Am Flugfeld ist durch die Firma Goldbeck GmbH baulich fast abgeschlossen. Errichter/Bauherr für die Gebäude ist das schwedische Unternehmen HEMSÖ Invest 24 GmbH. Das Unternehmen vermietet die Anlagen für 20 Jahre an die Gemeinde Rangsdorf. 

 

Nach verschiedenen Abnahmen und Prüfungen soll die Übergabe an die Gemeinde als Mieter im Januar 2027 erfolgen. Die Übergabe erfolgt damit etwa ein halbes Jahr später als ursprünglich geplant. Dies hat vor allem mit den Genehmigungszeiten und den verschiedenen gesetzlichen Auflagen zu tun. Die von Hemsö angedachten Genehmigungszeiten waren mit den Unteren Landesbehörden letztendlich nicht realisierbar. 

 

Mit der Fertigstellung erhält der Schulsport, aber auch der Vereinssport in Rangsdorf wesentlich bessere Bedingungen. Die neuen Räume verbessern nicht nur die Unterrichtsbedingungen der Oberschule, sondern beenden aufgrund des zweiten Rangsdorfer Grundschulstandorts auch die Containernutzungen für den Grundschulunterricht.  Die neue Sporthalle wird den Schulsportunterricht deutlich verbessern und insbesondere für die Mannschaftssportarten Handball und Floorball wesentlich optimalere Bedingungen schaffen.   

 

Die Gemeinde hatte den Bau und die Anmietung europaweit ausgeschrieben. Die Mietvariante war für die Gemeinde die günstigste, weil die Refinanzierung durch eine Kreditaufnahme der Gemeinde teuer geworden wäre, das Kostenrisiko für den Bau wesentlich beim Vermieter liegt und niemand den Bedarf an Schulanlagen in mehr als 20 Jahren voraussehen kann. 

 

Die Gemeinde trägt nur das Kostenrisiko für die Kampfmittelbeseitigung und die Altlastenbeseitigung, welche über den vertraglich vereinbarten Leistungs- und Wertumfang, der abgestellt auf das Altlastenwertgutachten zum Vertragszeitpunkt, hinausgeht sowie Kosten für zusätzliche behördliche Auflagen im Rahmen der Baugenehmigung. Letzteres bestimmt die Untere Landesbehörde als Baugenehmigungsbehörde. Die Risiken für zusätzliche Altlasten und Kampfmittel sind vom Land Brandenburg als damaliger Grundstückseigentümer an die terraplan GmbH und an die Gemeinde Rangsdorf weitergeben worden. 

 

Im Rahmen des europaweiten Ausschreibungs- und Vergabeverfahrens wurde das Altlastenwertgutachten zu Grunde gelegt und damit entsprechend das Kostenrisiko für die Anbieter begrenzt. Dies musste erfolgen, um umsetzbare Angebote zu erhalten. Ebenfalls wirken sich neue gesetzliche Bestimmungen bei der Altlastenbeseitigung, wie die Verschärfung des Sonderabfallgesetzes und Entsorgungsverfahren, in hohem Maße kostensteigernd auf das Projekt aus. Diese im Vorfeld nicht kalkulierbaren Mehrkosten sollen mit dem angestrebten zweiten Nachtrag zum Mietvertrag in den Mietpreis einfließen, um diese entsprechend an die Nutzer mit der Miete umzulegen. 

 

gez. Rocher

 

Bild zur Meldung: Oberschule und Sporthalle © Gemeinde Rangsdorf - AL22