Höhere Gebühren für Trink- und Schmutzwasser

Rangsdorf, den 05.​01.​2026

Im Dezember haben die Mitglieder in der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Komplexsanierung mittlerer Süden (KMS) Zossen die Gebühren für Trink- und Schmutzwasser sowie für die Fäkalienabfuhr für das Jahr 2026 beschlossen.

 

Die Verbrauchsgebühren für Trinkwasser steigen für die Beitragszahlenden von 1,14 €/m³ auf 1,91 €/m³ (netto) und für die Nichtbeitragszahlenden von 1,55 €/m³ auf 2,30 €/m³ (netto) bei gleichbleibenden Grundgebühren von 3,00 €/Monat.

 

Die Verbrauchsgebühren für die zentrale Schmutzwasserentsorgung steigen für die Beitragszahlenden von 3,69 €/m³ auf 4,82 €/m³ (brutto) und für die Nichtbeitragszahlenden von 5,13 €/m³ auf 6,03 €/m³ (brutto) bei gleichbleibenden Grundgebühren von 8 €/Monat.

 

Für die Entsorgung aus abflusslosen Sammelgruben wird ab dem 01.01.2026 eine monatliche Grundgebühr von 3,00 € eingeführt. Das sorgt für eine finanzielle Entlastung bei Wohngrundstücken. Die Gebühren für die dezentrale Entsorgung von Fäkalien steigen von 7,06 € je halben m³ auf 7,94 € je halben m³ (brutto). 

 

Die Gebühren waren für das Jahr 2025 aufgrund von Gerichtsurteilen um die Überschüsse aus den vergangenen Jahren gesenkt worden. Wegen der in Brandenburg langen Entscheidungszeiten vor Gericht waren die zu viel eingenommen Mittel 2024 schon für Leitungserneuerungen durch den Verband ausgegeben worden. Nach den Kommunalrechtlichen Vorschriften sind vor einer Kreditaufnahme für Investitionen vorher die vorhandenen liquiden Mittel zu verbrauchen. Deshalb musste, um die Gebührensenkung zu finanzieren, allein die Gemeinde Rangsdorf eine Umlage in Höhe von mehr als 2 Millionen Euro an den Verband zahlen. Für das Jahr 2026 konnten nun nur noch die Überschüsse aus dem Jahr 2024 verwendet werden. Dementsprechend steigen die Gebühren nun wieder, nachdem diese für 2025 erheblich gesenkt werden konnten. 

 

gez. Rocher

 

 

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